Krankheitsbilder - Altersbedingte Makuladegeneration

Was ist die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ?

Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung des Auges, bei der es im Alter zu einer Schädigung der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) kommt. AMD kann zum Verlust der Sehkraft in der Mitte des Sehbereiches führen. Betroffene erkennen AMD daran, dass in der Mitte des Gesichtsfeldes ein verschwommener Fleck auftaucht und gerade Linien plötzlich krumm erscheinen. Mit der Zeit wird der Fleck immer größer, so dass im fortgeschrittenen Stadium nur noch das Sehen von schemenhaften Umrissen möglich ist. Die betroffenen Patienten sind in ihrem Alltag erheblich beeinträchtigt, da Tätigkeiten wie Lesen, Autofahren oder Fernsehen unmöglich werden.

AMD ist eine ernsthafte Erkrankung der Augen, die bereits ab dem 50. Lebensjahr auftritt. Sie ist die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Industrienationen.

AMD bedeutet eine Zerstörung Ihrer zentralen Sehkraft.

Im Laufe des Lebens wird das Auge fortwährend großen Belastungen wie z.B. starker Lichteinstrahlung ausgesetzt. Dabei kann allmählich ein bestimmter Bereich der Netzhaut besonders stark angegriffen und letztendlich zerstört werden: Es ist die Stelle des schärfsten Sehens. Dieser Bereich wird auch „Gelber Fleck“ oder Makula genannt.

AMD kann das „scharfe“ Sehen zerstören, das notwendig ist für Aktivitäten wie Lesen, Autofahren, Uhrzeit ablesen und für das Erkennen von Gesichtern.

Gerade da, wo ich hinschaue, sehe ich nichts!


Zwei Verlaufsformen der AMD:

Trockene Makuladegeneration

85% aller AMD Patienten leiden an der trockenen Form der AMD. Dabei kommt es zu kleinen Ablagerungen unter der Netzhaut und zu einem Verlust der lichtempfindlichen Sinneszellen. Der Krankheitsverlauf der trockenen AMD ist eher langsam (über Jahre).
Die Sehkraft ist anfänglich nur geringfügig verringert. Dieser schleichende Sehverlust bleibt vom Patienten oft unbemerkt.
Die trockene Form der AMD verläuft langsam, kann aber in die feuchte Form der AMD übergehen und dann sehr schnell zur Erblindung führen.
Ein Medikament zur Behandlung der trockenen AMD gibt es derzeit noch nicht. Aus diesem Grund empfehlen Augenärzte eine Prophylaxe mit bestimmten Nährstoffen und Vitaminen. Eine Ergänzung der täglichen Nahrung kann den Krankheitsverlauf verlangsamen. Die trockene AMD kann in die sehr viel schneller voranschreitende feuchte AMD übergehen.


Die feuchte Makuladegeneration

Bei dieser Form der AMD wachsen krankhafte Blutgefäße in die Netzhaut ein. Die Wände der Blutgefäße werden undicht und es treten Flüssigkeit und Blut aus. Dies führt schließlich zu einer Zerstörung der empfindlichen Sinneszellen. Erste Anzeichen sind Schwierigkeiten beim Lesen, da Buchstaben verschwimmen und Linien verzerren oder fehlen.
Ein dunkler Fleck taucht in der Mitte des Sehfeldes auf. Mit der Zeit dehnt sich dieser Fleck immer mehr aus. Massiver Sehverlust, der bis zum Verlust des zentralen Sehens führen kann, ist die Folge.
Die feuchte AMD kann in vielen Fällen mit der Photodynamischen Therapie (PDT) behandelt werden. Der schnelle Krankheitsverlauf kann dadurch aufgehalten werden.

Die AMD verursacht keinerlei Schmerzen und wird oft zu spät erkannt. Sie sollten sich von Ihrem Augenarzt ab dem 50. Lebensjahr jährlich untersuchen und beraten lassen.

Erkennen der Altersbedingten Makuladegeneration

Spiegelung des Augenhintergrundes - Untersuchung mit Sehzeichen und Amslernetz
Farbstoffuntersuchung (Fluoreszenzangiographie). In eine Armvene wird ein spezieller Farbstoff eingespritzt und die abnormen Gefäße am Augenhintergrund werden photographisch dargestellt.
Dies ist eine wichtige Grundlage für die Empfehlung der Therapie.
Optische Kohärenztomografie (OCT)

Gehöre ich zur Risikogruppe?

Die beiden größten Risikofaktoren für die Entwicklung einer AMD sind:

Zunehmendes Alter – etwa 25% der Menschen über dem 65. Lebensjahr zeigen Zeichen einer AMD.

AMD an einem Auge – bei etwa 40% der Patienten mit AMD an einem Auge tritt innerhalb von 5 Jahren auch am anderen Auge eine AMD auf.

Risikofaktoren der AMD

Höheres Alter - Familiäre Disposition - Starkes Sonnenlicht - Weibliches Geschlecht
Rauchen - Blaue Augen - Unausgewogene Ernährung – Übergewicht - erhöhte Blutfette

Lässt sich AMD behandeln?

Ohne Behandlung wird Ihr Sehvermögen durch die AMD immer weiter eingeschränkt. Für die trockene Form der AMD steht bislang keine wirksame Behandlung zur Verfügung. Es gibt jedoch Hinweise, dass die regelmäßige Einnahme von Lutein einen positiven Einfluss auf die Erkrankung haben kann.

Anders bei der feuchten Form der AMD: Hier gibt es einige Therapiemöglichkeiten, mit denen der Krankheitsprozess aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden kann:

Laserbehandlung
In frühen Stadien der AMD kann eine Behandlung mit dem Laser sinnvoll sein. Dabei werden neuaussprossende, undichte Gefäße verödet.

Photodynamische Therapie (PDT):
Bei dieser Behandlungsform wird bei einem bestimmten Stadium der feuchten Makuladegeneration eine Substanz in die Armvene gespritzt, die dazu führt, dass die Gefäßwucherungen für den Laserstrahl empfindlicher werden. Diese Behandlung ist nur in einem relativ frühen Stadium der feuchten AMD sinnvoll. Die Behandlung muss meist mehrfach durchgeführt werden.

Intravitreale Injektion
Durch das Verfahren der intravitrealen Injektion (in den Glaskörper) können Medikamente direkt ins Auge eingebracht werden und können dort unmittelbar auf die neu gebildeten Gefäße wirken. In der Regel muss die Behandlung mehrmals wiederholt werden. Die Injektion findet unter örtlicher Betäubung statt und ist in der Regel nicht schmerzhaft.

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